Empfehlungen zur Volksabstimmung vom 17. Mai
Die Grünen Glarus empfehlen ein NEIN zu biometrischen Pässen und ein JA zur Komplementärmedizin
Abstimmung über biometrische Pässe
Nein zum biometrischen Pass
Weder die zentrale biometrische Zwangsfichierung noch die biometrische ID sind durch Schengen vorgegeben. Andere Schengenstaaten wie Deutschland beweisen, dass es auch ohne zentrale Datenspeicherung geht. Dass sensible Sicherheitsdaten wie Fingerabdrücke und Unterschrift auf einem Chip digitalisiert werden, könnte im Fall von Missbrauch verheerende Folgen haben.
Gemäss ExpertInnen ist die Technologie zur Speicherung der biometrischen Daten fehlerhaft und weist in seiner heutigen Entwicklung grosse Schwachstellen auf, die sich auf die Privatsphäre der BürgerInnen auswirken könnten. In den Augen der Grünen stellt jede missbräuchliche Speicherung und/oder Weitergabe von Daten von BürgerInnen eine ungerechtfertigte Verletzung der Privatsphäre dar. Der biometrische Pass darf nur dazu dienen, dem Dokument Authentizität zu verleihen und die Identität des Inhabers oder der Inhaberin festzustellen. Dafür braucht es das ganze Polizeistaat-Dispositiv, das der Bundesrat vorsieht, nicht.
Deshalb: NEIN zur Vorlage über biometrische Pässe
Für detailliertere Informationen: http://www.nein-zum-biometrischen-pass.ch/argumente.html
Abstimmung über Komplementärmedizin
JA für eine Zukunft mit Komplementärmedizin
Stimmt wir der Vorlage zu, werden folgende fünf Heilmethoden wieder in die Grundversicherung der Krankenkassen aufgenommen, wenn sie von Ärztinnen und Ärzten mit einer anerkannten Zusatzausbildung angeboten werden: die anthroposophische Medizin, die traditionelle chinesische Medizin, die klassische Homöopathie, die Neuraltherapie und Pflanzenheilkunde.
Auch nicht ärztliche Therapeutinnen und Therapeuten werden in der Vorlage berücksichtigt. Sie erhalten nach einer qualifizierten Ausbildung eine eidgenössische Berufsanerkennung. Kranke wissen damit, ob ihr Naturheilpraktiker oder ihre Naturärztin gut ausgebildet ist. Ihre Behandlung bleibt wie bisher durch eine Zusatzversicherung bei der Krankenkasse finanziert.
Die Vorlage sieht zudem vor, dass die Zusammenarbeit von Schul- und Komplementärmedizin gestärkt und unser Schatz an natürlichen Heilmitteln geschützt wird. Lehre und Forschung im Bereich der natürlichen Heilmethoden sollen an Fachhochschulen und Universitäten gefördert werden.
Deshalb: JA zur Vorlage über Komplementärmedizin.
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