Hanfinitiative: «für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz»

Die Initiative verlangt die Straflosigkeit des Cannabiskonsums und der dazugehörigen Vorbereitungshandlungen, eine Kontrolle des Angebotes, ein Werbeverbot für Cannabis und eine Verstärkung des Jugendschutzes.

Das heutige Verbot von Cannabis soll durch einen regulierten Markt ersetzt werden, in dem ein wirksamer Jugendschutz möglich ist:

  • Der Konsum, Erwerb und der Anbau von Cannabis (Hanf) für den Eigenbedarf soll erlaubt werden.
  • Der Bund muss die Voraussetzungen definieren wann Cannabis verkauft werden darf und er sorgt auch für einen wirksamen Jugendschutz

Die Wirkung und die Gefährlichkeit des Cannabis- bzw. des Hanf-Konsums kann in etwa mit dem Alkoholkonsum verglichen werden. Es ist deshalb nicht einfach zu verstehen, weshalb Hanf weiterhin verboten bleiben soll.

Abstimmungs-Flyer im Anhang zu diesem Dokument

Argumentarium für die Hanf-Intitiative im Anhang zu diesem Dokument

 

Cannabis (Hanf) ist aber nicht nur ein Genussmittel: Die Hanf-Pflanze erlaubt interessante Anwendungen als gesundes Nahrungsmittel (z.B. Hanfnüsse), als medizinisches Heilmittel oder als Tierfutter. Sie liefert aber auch sehr reissfeste Fasern und nicht zuletzt auch viel Biomasse.

 

Hanf ist vielseitig und hat viele Vorteile

Die langen und äussert robusten Fasern geben ein reissfestes Garn ab für hochwertige Textilien. Die Samen sind extrem wertvoll an reichhaltigen Ölen - diese können nicht nur als gesundes Speiseöl, sondern auch als nahrhaftes Tierfutter und bei der industiellen Verarbeitung zu Motorenöl, Farben und Lacken dienlich sein. Die Stängel und Stämme des Hanfes sind reich an Zellulose, aus der sich ohne grosse Chemiekeule bestes Papier gewinnen lässt. Bei ihrem halbjährigen Wachstum erreichen Hanfpflanzen eine stattliche Grösse von mehreren Metern. Die tiefe Wurzelbildung macht die Pflanze relativ anspruchslos und lockert zudem strapaziertes Erdreich auf. Im Gegensatz zur Baumwolle, benötigt man beim Anbau von Hanf kaum Pestizide, was den Boden zusätzlich entlastet. Hanf als Rohstoff ist also nicht nur vielseitig, sondern auch nachhaltig ökologisch. 

Die Vorzüge der Hanfstaude sind schon lange bekannt: Bereits 1941 konstruierte der legendäre Henry Ford ein Automobil aus und mit Hanf, 2007 präsentierte Lotus mit dem «Eco Elise» wieder ein Fahrzeug, dessen Karosserie teilweise aus Hanffaser besteht. Ebenso hat sich die saugkräftige Hanffaser z. B. beim Häuserbau bewährt, wo sie als Dämm- und Dichtungsstoff entscheidend Energie sparen hilft.

Zu guter Letzt können stellen die beim Anbau anfallenden «Abfälle» nutzbare Biomasse dar, aus der grüne Energie gewonnen werden kann. Dass trotz aller Vorteile die industriellen Hanfprodukte heutzutage ein Nischendasein fristen, ist im Zeitalter von Klimaschutz und explodierender Erdölpreise unsinnig. Auch hier hofft die Hanf-Initiative einen neuen Impuls zu schaffen, indem sie das Thema Hanf auf eine sachliche Ebene bringt und pauschale Vorurteile gegen diese Pflanze abbaut. 

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Hanf-Faltblatt.pdf479.9 KB