Vorschlag Mitarbeit GSR

Vorschlag zum Einbezug von gestaltungswilligen Personen bei der Gemeindestrukturreform Glarus Nord

Email vom 11.12.2008 an die Projektleitung GSR Glarus Nord, mit Kopie an die übrigen Parteien von Glarus Nord

Sehr geehrter Herr Kamm,
Sehr geehrte Damen und Herren,

An der letzten Orientierung über die Gemeindefusion in Glarus Nord und danach auch in einem Leserbrief in der Südostschweiz wurde die Projektleitung aufgefordert, der Bevölkerung vermehrt Möglichkeiten zur Mitarbeit am Fusionsprozess zu geben. Die Grünen Glarus Nord möchten ebenfalls gerne umfassender informiert werden und gewisse Themen mitgestalten, verstehen aber, dass dies in der bestehenden Projektorganisation nicht einfach ist.

Wir unterbreiten Ihnen deshalb einen konkreten Vorgehensvorschlag. Dieser Vorschlag wurde völlig unabhängig von der von Hj. Stucki kürzlich vorgeschlagenen Konferenz erarbeitet und ist auch keinesfalls als Konkurrenz dazu zu verstehen.

  1. Jede der Projektgruppen D2 bis und mit D14 soll den Stand ihrer Arbeit in je einer separaten Orientierungsveranstaltung völlig transparent präsentieren. Dauer einer solchen Veranstaltung: ca. 1 Stunde Präsentation danach 1 Stunde Zeit für Fragen und Diskussionen. Die Präsentationen und Diskussionen sollen protokolliert und im Internet kurzfristig veröffentlicht werden. (Evtl. Anmeldung der Interessenten via Internet oder Project Office, um Leerläufe zu vermeiden)
  2. Nach der jeweiligen Orientierungsveranstaltung sollen sich interessierte Personen z.B. via Doodle an einen Workshop von 2-3 Stunden Dauer anmelden können (pro Projektgruppe D2 bis D14 separate, unabhängige Workshops). In diesen Workshops müsste es möglich sein, eine Zusammenarbeit zwischen den heutigen "offiziellen" Arbeitsgruppen und zusätzlichen Interessierten zu etablieren. Die Workshops müssten deshalb selbstverständlich zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, wo eine solche Mitarbeit noch möglich ist, und nicht erst nachdem die wichtigsten Entscheidungen gefällt sind...
  3. Nach jedem Workshop (gemäss Punkt 2 oben) soll fallweise entschieden werden, ob eine weitergehende Mitarbeit aus der Bevölkerung noch gewünscht wird und wie diese konkret aussehen soll. Beispiele: Zusätzliche Info-Veranstaltungen beim Erreichen von gewissen Meilensteinen, zusätzliche Workshops, Aufnahme von zusätzlichen Personen in die Arbeitsgruppe, Bildung einer separaten Arbeitsgruppe aus der Bevölkerung, welche 1-2 Vertreter in die Arbeitsgruppe schickt, usw.

Von der Projektleitung Glarus Nord wurde anlässlich der letzten Orientierungsveranstaltung Zweifel am Willen der Bevölkerung zur konkreten Mitarbeit bekundet. Bei gewissen Themenbereichen (bzw. Arbeitsgruppen) mögen diese Zweifel berechtigt sein. Bei diesen Arbeitsgruppen würden letztendlich keine Workshops (gemäss Punkt 2 oben) durchgeführt sondern es gäbe nur zusätzliche, kleine Info-Veranstaltungen (gemäss Punkt 1 oben). Immerhin würde dadurch die Transparenz des Fusions-Prozesses steigen. (Alternativ könnte schon für die separaten Info-Veranstaltungen eine Anmeldung via Internet oder Project-Office vorausgesetzt werden.)

Unser Vorschlag könnte für die bestehenden Arbeitsgruppen eher unangenehm sein (plötzlich wollen auch noch Dritte dreinreden) und zusätzlichen Zeitaufwand verursachen. Aus unserer Sicht überwiegen aber die Vorteile einer positiven Dynamik, verursacht durch den Einbezug aller gestaltungswilligen demokratischen Kräfte. Es macht aber nur dann Sinn, wenn die Arbeitsgruppen zu einer Zusammenarbeit bereit sind - eine Alibiübung wäre kontraproduktiv.

Wir bedanken uns im voraus für die Prüfung unserer Vorschläge. In der Hoffnung damit eine Diskussion über die Mitwirkungsmöglichkeiten anzuregen, schicken wir eine Kopie dieses Mails an die anderen Parteien in Glarus Nord (SP, FDP, CVP, SVP, BDP).

Freundliche Grüsse

Jürg Rohrer, Koordinator Grüne Glarus Nord

Bisher keine Antwort von der Projektleitung Glarus Nord

Email vom 3.01.09 an das Sektretariat von GSR Glarus Nord:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Da wir auf unseren Vorschlag vom 11. Dezember (siehe unten) noch keine Antwort erhalten haben, bitte ich nachträglich um eine kurze Eingangsbestätigung.

Danke im voraus und freundliche Grüsse
Grüne Glarus Nord

Jürg Rohrer, Koordinator