Sinnvolle Anreize bei den Wasser- und Abwassergebühren

Pressemitteilung der Grünen Glarus Nord Montag, 11. Januar 2010

Grüne wollen sinnvolle Anreize bei den Wasser- und Abwassergebühren

An der Gemeindeversammlung Nord vom 13. Januar werden u.a. die Wasser- und Abwasserreglemente behandelt. Die vorgeschlagenen Gebühren würde bei Vielen zu wesentlich höheren Kosten führen. Besonders störend ist, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Glarus Nord ihre persönliche Wasser- und Abwasserrechnung nur noch zu einem geringen Anteil selbst beeinflussen könnten, da die Mehrkosten durch eine teilweise massive Erhöhung der fixen Grundgebühren verursacht würden.

Tarifsysteme sollen richtige Anreize setzen

Die vorgeschlagenen Tarifsysteme mit hohen Grundgebühren und tiefen Kosten pro Liter Wasserverbrauch setzen völlig falsche Anreize: Sie animieren zur Verschwendung anstatt zum sorgfältigen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser. Die Grünen werden der Gemeindeversammlung deshalb eine Reduktion der vorgesehenen Grundgebühren um 40% beantragen. Damit würde der sorgsame Umgang mit Wasser auch für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte attraktiv (der durchschnittliche Haushalt in Glarus Nord zählt 2.1 Personen).

Geringere Einnahmen problemlos verkraftbar

Durch die Reduktion der Grundtarife würden die Einnahmen für Wasser und Abwasser je um 15% sinken. Dies stellt für die Gemeinde abolut kein Problem dar, denn die im Bulletin vorgeschlagenen Tarife kamen durch eine Neubewertung von bereits abgeschriebenen Anlagen zustande. Wären zum Beispiel die auf 3 Mio. Fr. abgeschriebenen Anlagen der Wasserversorgung anstatt mit 77, "nur" mit 48 Mio. Fr. in die Kalkulation eingesetzt worden, hätte dies ebenfalls 15% geringere Einnahmen ergeben. Durch die hohe Neubewertung will man offensichtlich zusätzliche Reserven bilden, ohne konkrete Angaben, wofür diese benötigt werden.

Synergieeffekte der Fusion nutzen

Mit der Reduktion der Gebühren soll auch ein gewisser Druck auf die Verwaltung ausgeübt werden, damit die Synergieeffekte der Fusion realisiert werden. Die Grünen erwarten eine kostenbewusste Organisation mit einer seriösen Finanzplanung und nicht Gebühreneinzug auf Vorrat. Die Fusion soll sich auch im Portemonnaie der Einwohner positiv bemerkbar machen.

 


 

Ergänzung nach der Gemeindeversammlung vom 13. Januar:

Beide Anträge der Grünen sind mit grossem Mehr angenommen worden:

  • Wasser: Reduktion der Grundgebühr um 40%
  • Abwasser: Reduktion der Grundgebühr und der minimalen Grundgebühr um je 33% und Reduktion der Kosten pro m3 um 18%

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!